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Rum

Rum in der Geschichte
Schon 8000 Jahre v. Chr. wurde in Neuguinea Zuckerrohr angepflanzt. Südostasien erreichte die Pflanze rund 2000 Jahre später, es folgte Indien. Hinweise besagen, das aus Zuckerrohr nicht nur Zucker sondern auch vergorene Säfte hergestellt wurden. Über Arabien gelange das Zuckerrohr nach Europa. Macht und Reichtum versprach Zucker. Die Kolonialherren aus Europa verstärkten aus diesem Grund ihre Bemühungen, den Anbau von Zucker schnell voranzutreiben.

In diesem Zusammenhang muss Christoph Kolumbus genannt werden. Ohne ihn gäbe es keinen Rum. 1493 war er es, der auf Befehl der spanischen Königin die ersten jungen Pflanzen auf die sogenannten "Neuen Welt" brachte. So schaffte man die Voraussetzung um Zuckerrohr für die spätere Rum-Produktion anzubauen. Das Klima und die Beschaffenheit des Bodens waren einfach ideal. Für den recht komplizierten Anbau wurden die Bewohner der Inseln zu Sklaven gemacht. Eine echte Hilfe waren sie jedoch nicht, die Arbeit war zu hart. Erst im 16. Jahrhundert, also rund 100 Jahre später, konnte man dieses Problem lösen. Afrika wurde kolonialisiert und so wurden Sklaven aus Afrika zum Anbau von Zuckerrohr in die "Neue Welt" gebraucht.

Rum in der Entwicklung
Die ersten Destillate die aus Zuckerrohr gemacht wurden stammen aus Europa. Erste trinkbare Brände entstanden in den Niederlanden und in Frankreich. Zu Begin des 17.Jahrhunderts schickte man dei ersten Brennblasen in die Karibik. Die Zuckerrohrpflanzer begannen damit die Pflanzenreste zu vergären und im Anschluss zu brennen. Die Sklaven nannten den Alkohol der dabei entstand "Kill Devill", "Guildive" oder "Tafia". Der Brand in seiner Rohform war sehr hart und scharf. Es wurde von Seeleuten entdeckt und getrunken.

Rum auf hoher See
Es ist allgemein bekannt, das es in den vergangen Jahrhunderten Probleme mit der Haltbarkeit von Wasser und Lebensmitteln gab. Insbesondere auf sehr langen Seereisen die die Seeleute vor sich hatten. In der Karibik angekommen gingen die Matrosen an Land und betranken sich fürchterlich mit billigem Zuckerrohrschnaps. Davon gab es reichlich. Da dieser Brand sehr scharf im Geschmack war, wurde er mit Limonensaft vermischt um das Getränk zu süssen. Es wurde auf der Rückfahrt zum aromatisieren des Trinkwassers verwendet. Auch wurden darin Früchte eingelegt und haltbar gemacht. Als Nebeneffekt beugte das Getränk der Krankheit Skorbut vor. Im 18. Jahrhundert wurden die Matrosen auf den Schiffen mit Rum bezahlt. Auch Marinesoldaten und Piraten wurden teilweise in dieser Form entlohnt. Bei der britischen Marine wurde diese Tradition bis ins Jahr 1973 hochgehalten. Der Rum kam in Holzfässern (natürlich per Schiff) nach Europa. Durch die lange Lagerung verlor der Brand an Schärfe und nicht erwünschte Aromen verdunsteten. Es enstand mit der Zeit ein leckeres Getränk. Besonders mochte man Rum in dieser Zeit in Frankreich, England und Deutschland.

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